Hinter einer Sonnenallergie verstecken sich verschiedenartige Leiden, die nicht immer allergische Ausgangspunkte haben. Man verdächtigt die UV-A-Strahlung für die überempfindlichen Krankheitserscheinungen. Motiv für die Hautabweichungen ist wahrscheinlich die Freisetzung von Histamin.
Die Erkrankungen werden durch Immunwiderstände des Körpers verursacht. Die Krankheiten können durch lichtallergische Gegenwirkungen hervorgerufen werden. Es kann aber auch die Folge einer toxischen Beeinträchtigung in Verbindung mit Licht und bestimmten Stoffen sein. Diese Stoffe werden durch die Hautaufnahme von außen (Salben, Cremes) oder von innen (Nahrungsmittel) aufgenommen. Der Bereich Sonnenallergie wird in vier Gebiete, die im Zusammenhang mit Hautreaktionen und Sonneneinstrahlung stehen, unterteilt. Man spricht von polymorphe Lichtdermatose, Mallorca-Akne, photoallergische und phototoxische Reaktion.
Die polymorphe Lichtdermatose wird dadurch ausgelöst, dass plötzlich, durchdringende UV-A- oder UV-B-Strahlen auf den Körper einfließen. Durch sie entstehen in der Haut reaktive Sauerstoffverbindungen, es folgt eine intensive Immunreaktion. Die Mallorca-Akne entsteht durch die UV-Licht gebildeten Radikale in Zusammensetzung mit Emulgatoren und Fetten in Sonnenschutzprodukten, Pflegemitteln, Kosmetika oder dem körpereigenen Talg. Demzufolge entsteht eine Entzündungsreaktion in den Haarfollikeln.
Photoallergische Reaktionen werden zusammen mit Sonnenlicht ausgelöst, wenn Konservierungs- und Duftstoffe, auch chemische Lichtschutzfilter und Medikamente (meist Antibiotika, Psychopharmaka und entzündungshemmende und Entwässerungsmittel) aufeinandertreffen. Die phototoxische Reaktion tritt ein, wenn UV-A Strahlen mit Medikamenten (Antibiotika, Entzündungshemmer, Blutdruck, Blutfett und pflanzliche Arzneien) oder die Berührung mit der Haut in Verknüpfung mit gewissen Pflanzen (Bärenklau, Wiesengräser, Sellerie, Feigenbaum oder Schierlingskraut) besteht.
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