Während eine Nahrungsmittelunverträglichkeit nur eine extreme Reaktion des Körpers nach der Aufnahme eines Nahrungsmittels bezeichnet (z.B. Durchfall, Bauchschmerzen usw.), beschreibt eine Allergie Veränderungen, die auf immunologischen Reaktionen beruhen.

 

 

Bei einer Kuhmilchallergie liegt vor allem entweder eine Allergie, bzw. eine Intoleranz gegen Kuhmilchproteine oder aber gegen Milchzucker (= Lactoseintoleranz) vor, allerdings hat die Kuhmilch allein bereits fünf Einzelallergene, wovon das häufigste Milchallergen das Alpha- Lactoglobulin ist. Die Kuhmilchproteinallergie ist eine der häufigsten Formen der Nahrungsmittelallergien im Säuglings - und Kindesalter, da Kuhmilchproteine in der Regel die ersten sind, die verabreicht werden. Die Kuhmilchproteinintoleranz tritt bei etwa einem Prozent aller Säuglinge meistens im Anschluss an eine infektiöse Durchfallerkrankung unter Ernährung mit kuhmilchhaltigen Nahrungen auf, wobei sie sich oft nur als Gedeihstörung mit gelegentlichen Durchfällen manifestiert.

 

Die erhöhte Durchlässigkeit der Darmwand für größere Moleküle und die relativ große Eiweißaufnahme pro Körpergewicht sind Faktoren, weshalb gerade Säuglinge und Kleinkinder ein höheres Risiko haben, eine Allergie gegen Kuhmilch zu entwickeln. Entscheidend sind zusätzlich genetische Präpositionen. Die Milchzuckerunverträglichkeit (Lactoseintoleranz) beruht auf der ungenügenden Spaltung des Disaccharids Lactose (Milchzucker) durch mangelnde oder fehlende Lactaseaktivität.

 

 

 

Lactase ist ein Enzym, welches die Lactose (Milchzucker = Disaccharid) in die beiden Monosaccharide Glukose und Galactose spaltet. Bei mangelnder oder fehlender Spaltung des Milchzuckers gelangt dieser in die tieferen Darmabschnitte und wird dort bakteriell unter anderem zu Milchsäure, Essigsäure und Kohlendioxid abgebaut und verursacht durch eine Reizung der Darmschleimhaut Durchfälle.

 

 

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