Alle Betroffenen einer Insektengiftallergie werden zuerst über Schutzmaßnahmen zur Vermeidung von Insektenstichen informiert.

 

 

Das sind viele, angefangen bei solchen simplen Dingen, wie draußen nicht barfuß zu laufen, Insektenschutzmittel auftragen, Getränke nur aus durchsichtigen Gefäßen trinken bis hin zu Fliegenschutzgitter an den Fenstern anbringen, Vorsicht beim Essen von Obst, insbesondere im Freien. Aber auch Parfüm und duftende Cremes sollten gemieden werden, weil die Duftstoffe Insekten anlocken. Zusätzlich werden einige Patienten mit einem sogenannten Notfall-Set ausgestattet mit dem sofortige Hilfe im Notfall möglich ist. Darin enthalten ist ein schnellwirksames Antihistaminikum sowie die Wirkstoffe Kortison und Adrenalin als Sprays und Spritzen. Somit ist garantiert, dass die Betroffenen sich vor Ort selbst helfen können. Der Arzt erklärt den Allergikern den Umgang mit diesem Notfall-Set.

 

Eine andere Möglichkeit ist die Hyposensibilisierung. Diese ist bei bestimmten Patienten möglich. Die Hyposensibilisierung, auch spezifische Immuntherapie genannt, bewirkt das die Wirkung bestimmter Allergene im Körper des Patienten herabgesetzt werden. Es ist eine sehr zeitaufwendige Therapie, sie dauert mindestens drei bis fünf Jahre, bei manchen Allergikern auch ein Leben lang.

 

Die Hyposensibilisierung erfolgt durch Injektionen des Insektengifts unter die Haut in den Oberarm. Im Idealfall wird damit eine Immunität gegen das Insektengift erreicht. Zu Beginn der Therapie werden die Spritzen alle vier Wochen, danach nur alle sechs Wochen verabreicht. Besonders am Anfang der Therapie ist eine stetige Überwachung des Patienten nötig, um eventuelle Nebenwirkungen umgehend behandeln zu können.

 

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