Der so genannte "Heuschnupfen" hat sich in den Industrieländern inzwischen zu einer Volkskrankheit entwickelt. Anders als der Name suggeriert, hat die Erkrankung allerdings nichts mit Heu zu tun. Die Symptome entstehen aufgrund einer allergischen Reaktion auf bestimmte Stoffe.
Die möglichen Auslöser einer Allergie sind vielfältig und reichen von verschiedenen Pollen über Tierhaare zu Hausstaub und Schimmelpilzen. Die Gemeinsamkeit der Stoffe besteht darin, dass die überwiegende Mehrheit prinzipiell für den Organismus völlig unschädlich ist, der Körper sie jedoch als Krankheitserreger einstuft und entsprechend bekämpft.
Da der Heuschnupfen sich mit zunehmender Industrialisierung immer weiter verbreitet hat und in Ländern mit schlechten hygienischen Bedingungen kaum vorkommt, besteht die Vermutung, dass Heuschnupfen möglicherweise durch übertriebene Hygiene verursacht oder zumindest begünstigt wird.
Da das Immunsystem von Kindern dabei kaum mit Keimen in Verbindung kommt und somit nicht ausreichend trainiert wird, besteht die Gefahr, dass der Körper unschädliche Substanzen fälschlicherweise als gefährlich einstuft und bekämpft, was die bekannten Symptome verursacht. Allerdings ist diese Theorie zwar plausibel, bisher aber nicht eindeutig bewiesen. Zu den häufigsten Auslösern von Heuschnupfen gehören Gräserpollen, wodurch sich vermutlich auch die Herkunft des Namens erklärt.
Auch Frühblüher wie Birkenpollen sind oft Auslöser von Krankheitsschüben. Welche Substanz beziehungsweise welche Substanzen im Einzelfall die allergische Reaktion auslösen, lässt sich grob anhand von Pollenflugkalendern einschätzen, Gewissheit bieten aber nur Allergietests, die üblicherweise von Hautärzten durchgeführt werden. Dazu gehören Pricktests zur Schnelldiagnose und Bluttests zur Absicherung der Diagnose.
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