Jeden fünften Deutschen plagt Heuschnupfen. Die Veranlagung für die Allergie wird vererbt und durch Umweltfaktoren begünstigt. So ist der Klimawandel verantwortlich dafür, dass sich die Blütezeiten der Pflanzen verlängern und somit mehr Pollen produziert werden.
Häufigste Auslöser für Heuschnupfen sind die Pollen von Gräsern, Bäumen, Blumen oder Wildkräutern. In Deutschland gibt es Tausende Pflanzen, jedoch gelten nur zirka 100 Arten als mögliche Auslöser von Heuschnupfen. Wobei jeder Betroffene wieder ganz individuell nur auf einige wenige Pflanzen allergisch reagiert. In unseren Breiten stehen an der Spitze der Auslöser die Pollen von Birke und Haselnuss. Haselnusspollen führen oft schon im Januar zu heftigen Niesattacken und tränenden Augen. Desweiteren können Erle, Ulme und Weide im Frühling Heuschnupfen auslösen. Eiche und Esche führen selten zu Beschwerden. Die Kiefer gilt als Spitzenreiter der Allergieauslöser unter den Nadelbäumen.
Sehr häufig sind Allergien auf Gräserpollen, welche die Betroffenen den ganzen Sommer begleiten. Rispengräser, Flug- und Glatthafer sowie Knäuelgras stehen hier an der Spitze. Unter den Wildkräutern führen die Pollen von Beifuss, Sauerampfer und Spitzwegerich häufig zu Heuschnupfen. Die Pollen von Blumen sind schwerer und werden nicht kilometerweit durch die Luft getragen.
Daher kommt es nur beim direkten Kontakt zur allergischen Reaktion. Im Herbst sind es vorragig Getreidepollen, allem voran Roggen und Mais, welche den Betroffenen das Leben schwer machen. Ganzjährig können der Kot von Milben, Eiweiße in Talg, Kot oder Speichel von Haustieren, Federn, Schimmelsporen oder Hautschuppen von Tieren Heuschnupfen verursachen.
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