Bei einer Hausstauballergie gibt es zahlreiche Möglichkeiten der Selbsthilfe. So ist die Konzentration der Hausstaubmilben so gering wie möglich zu halten. Es empfiehlt sich, Matratzen mit milbendichten Bezügen zu verwenden und die Bettwäsche wöchentlich zu wechseln.

 

Die Temperatur im Schlafraum sollte nicht mehr als zirka 15 Grad betragen. Auch in Polstermöbeln konzentrieren sich Milben, eine Alternative bieten hier Leder- oder Kunstledersitzgruppen. Teppichböden sollten durch Laminat oder Fliesen ersetzt werden. Betroffene einer Hausstauballergie sollten den Verzehr von Weinbergschnecken oder Meeresfrüchten vermeiden, da dort das selbe Eiweiß wie im Milbenkot enthalten ist, kann es zu einem allergischen Schockzustand kommen. Nach der Schilderung der Symptome wird der Arzt zunächst einen Hauttest durchführen. Verschiedene Allergene werden nach Einritzen der Haut aufgebracht und an der Reaktion die Schwere der Allergie abgelesen. Ein Bluttest gibt Aufschluss über die Antikörper im Blut.

Die medikamentöse Behandlung erfolgt mit sogenannten Antihistaminika, in Form von Tabletten, Sprays oder Tropfen. Als vorbeugende Mittel werden Mastzellenstabilisatoren eingesetzt, sie wirken aber nur wenn sie direkt vor dem Kontakt mit den Milben verwendet werden. Hilfe bringen auch Niemspray, Zimtölspray oder benzylbenzoeathaltige Sprays zur Behandlung der Matratzen.

 

Auch alternative Heilmethoden, wie homöopatische Mittel oder Akupunktur können eine Hausstauballergie lindern helfen. Bei hartnäckigen Fällen kommt eine "Hyposensibilisierungs-Therapie" zur Anwendung. Sie hat das Ziel, dass der Körper sich an das Allergen gewöhnt. In einem Zeitraum von mindestens 3 Jahren wird das Allergen in langsam steigenden Dosen gespritzt. In 70% aller Fälle kommt es zu völliger Beschwerdefreiheit.

 

Zurück