Grundsätzlich werden Allergien in vier unterschiedliche Formen unterteilt. Wichtige Kriterien bei der Unterscheidung sind, auf welche Weise der Körper die Allergene bekämpft und die Zeitspanne, welche zwischen dem Kontakt mit dem allergischen Stoff und dem Ausbruch der Allergie liegt.
Zytotoxische Allergien werden bereits wenige Minuten nach Kontakt mit dem Allergen ausgelöst. Hierbei handelt es sich um eine sehr seltene Allergieform, welche, unter ungünstigen Umständen, auch zum Tode führen kann. Meist sind Medikamente der Auslöser der Allergieform. Bei einer zytotoxischen Allergie lagern sich die Antigene an die körpereigenen Zellen an. Der Körper macht, in Abwehr des vermeintlichen Feindes, seine IgG Antikörper mobil, welche das Komplementsystem aktivieren und zytotoxische Killerzellen freisetzen, die "versehentlich" die getarnten körpereigenen Zellen zerstören.
Typische Symptome gibt es nicht, diese richten sich nach den jeweils betroffenen Organen. Auftretende Erkrankungen können eine Hämolytische Anämie sein, bei der es zu einer Verminderung der roten Blutkörperchen kommt. Bei der Agranulozytose sind Granulozyten, eine spezielle Form weißer Blutkörperchen, stark vermindert oder fehlen total. Auch kann es zu Zwischenfällen bei Transfusionen kommen.
Eine Blutgruppenunverträglichkeit liegt vor, wenn Blutkörperchen der Blutgruppe B Antikörper der Blutgruppe A in sich tragen und umgekehrt. Außerdem können zytotoxische Allergien zu einer Schädigung des Knochenmarkes, der Leber, der Nieren oder der Lungen führen.
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