Der Epikutantest spielt neben weiteren Tests innerhalb der Allergiedianostik eine wichtige Rolle. Der Epikutantest wird auf der Hautoberfäche durchgeführt, er wird daher auch als Hauttest bezeichnet.
Die zu testenden Allergene sind insbsondere Nickel bei möglicher Nickelallergie, Kobalt, kosmetische Zusatzstoffe oder verschiedene Duftstoffe, die eine allergische Reaktion hervorrufen können. Die Ausführung des Tests ist schmerzfrei. Durch das Aufbringen von numerierten Pflastern auf die Haut wird nach dem ersten, zweiten und dritten Tag die Oberfläche auf allergische Reaktionen geprüft. Hierbei gelten bevorzugte Hautregionen. Die Reaktionen können ein Juckreiz, ein brennender Schmerz, eine mehr oder weniger intensive Rötung oder eine Hautschwellung sein. Die einzelnen markierten Pflaster sind mit einem Allergen imprägniert oder versetzt und durch Aufkleben erfolgt ein beabsichtigter direkter Hautkontakt.
Aufgrund seiner Einfachheit und Schmerzlosigkei ist der Epikutantest recht vorteilhaft. Oftmals treten jedoch Hautreaktionen auf, obwohl die untersuchte Person teilweise nicht allergisch gegen den entsprechenden Stoff ist. Der wesentliche Nachteil dieser Untersuchungsmethode sind verfälschte oder ungenaue Resultate. Die entsprechende Beurteilun ist daher in vielen Fällen recht zweifelhaft. Meist muss der Test durch weitere Verfahren bestätigt werden. Der Test wird über drei Tage geführt und benötigt daher schon einen gewissen Zeitaufwand.
Besteht allerdings eine wirkliche Allergie auf einen auslösenden Stoff, so sind die Reaktionen beim Epikutantest eindeutig. Die Haut darf in der Zeit des Testens nicht mit Wasser benetzt werden, um die Untersuchunserebnissse nicht zu verfälschen. Vor Ausführung des Epikutantests im Rahmen der Allergiedianostik sollte der Patient auch keine Medikamente einnehmen, die natürliche Immunreaktionen des Körpers hemmen. Dies könnte ebenalls falsche Testerebnisse mit sich bringen.
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