Bevor spezielle Allergietests durchgeführt werden, kann eine Blutuntersuchung schon aufschlussreich sein. Diese wird an den festen Blutbestandteilen und am Blutserum vorgenommen.
Grundlegende Allergieuntersuchunen durch Blut erfolgen durch ein großes Blutbild, welches neben der Zählung von Erythrozyten und Leukozyten die qualitaive Begutachtung der Blutzellkonstitution beinhaltet. In einem Differentialblutbild kann unter dem Mikroskop die anatomische Veränderung einzelner Abwehrzellen, den Lymphozyten und deren quantitative Zunahme erkannt werden. Bei bestehenden Allergien reagiert der Körper mit einer vermehrten Bildung der eosinophilen Leukozyten. Besonders aussagefkräftig ist eine Blutkörperchensenkungsreaktion mit nicht mehr gerinnungsfähigem Blut. Allergische Reaktionen rufen meist eine schnellere Blutsenkung hervor, da der Körper eine große Menge an Abwehrzellen bildet, die auch über der Normzahl liegen kann.
Gutes Material zur Testung allergischer Reaktionen und zur Diagnostik von Allergien ist die Untersuchung des Serums, also des flüssigen Teils des Blutes. Hierbei wird das Antigen Antikörper Verhältnis getestet, da Allergene als Antigene aus der Umwelt gelten. Sie rufen im Körper eine Antikörperbildung hervor, die mittels Blutserumuntersuchung diagnostizierbar ist.
Eine Begutachtung des Blutes in mikrobiologischer Hinsicht kann ebenfalls Auskunt über eine Allergie geben. Diese Untersuchungsmethode stützt sich ebenfalls auf die Erkennung von Antikörpern durch Färbemethoden und Beurteilung von Nährmedien mit hochauflösenden Mikroskopen. Ein häufig eingesetzter Bluttest im Rahmen der Allergologie ist der Radio Allergo Sorbent Test. Er beinhaltet den Nachweis spezifischer Antikörper und Allergene. Der RAST Wert gibt Auskunft, in welcher Höhe oder Stärke eine Allergie besteht. Je höher die RAST Kennzahl ist, um so deutlicher ist die allergische Reaktion des Körpers ausgeprägt und um so empfindlicher ist der Organismus gegen allergene Stoffe.
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